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Wälder


Unter natürlichen Bedingungen wäre der größte Teil von Mitteleuropa von Wäldern bedeckt. Auf den meisten Standorten wäre in Norddeutschland unter solchen Verhältnissen die Buche die dominante Baumart. Folgendes Bild zeigt einen Buchenhallenwald. Die Wälder in Mitteleuropa mit mit ganz wenigen Ausnahmen keine Urwälder mehr, sondern mehr oder weniger stark forstlich geprägt.


Buchen gehören wie fast alle Laubbäume und wie die Mehrzahl der Landpflanzen zu den Zweikeimblättrigen Bedecktsamern. Im Samen werden zunächst zwei Keimblätter angelegt, die mit Hilfe der in der Frucht gespeicherten Vorräte wachsen und dem Keimling dann die erste Photosynthese ermöglichen. Dieses Bild zeigt einen Buchenkeimling mit seinen zwei Keimblättern (zwischen Laubmoosen). Diese Keimblätter sehen ganz anders aus als die späteren Laubblätter der Buche. In der Mitte zwischen den Keimblättern ist schon der Ansatz des Sprosses zu erkennen, aus dem bald die Buche wachsen wird.


Dieses Bild zeigt eine tote Buche, die mit Moos überwachsen und mit Zunderschwämmen befallen ist. Totholz ist für Waldökosysteme von großer Bedeutung. Sie dienen als Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Pilzen, Moosen und anderen Organismen. Durch die moderne Forstwirtschaft, die die meisten Bäume erntet, bevor sie absterben und die Bäume, die durch Windbruch oder Schädlinge sterben meist aus dem Wald entfernt, sind viele Bewohner von Totholz sehr selten geworden. In jüngster Zeit versucht man in vielen Waldgebieten aus Naturschutzgründen gegen zu steuern und läßt in den Wäldern wieder mehr Totholz zu. Dieses Bild entstand im Wohldorfer Wald in Hamburg. Dieser Wald ist zum Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesen und der Förster läßt anfallendes Totholz meist liegen


Der Erfolg dieser Maßnahme zeigt sich u. a. im vermehrten Auftreten von holzbewohnenden Insekten. Dieses Bild zeigt den Bockkäfer Judolia cerambyformis.


Hier ein weiteres Bild mit Totholz aus dem Wohldorfer Wald. Hier handelt es sich vor allem um Schwarzerlen, die mit Moosen überwachsen sind.


Dieses Bild zeigt den Frühjahrsaspekt eines Laubmischwaldes im Forst Endern. Der Waldboden ist vor allem von Buschwindröschen (Anemone nemorosa) bedeckt, die im Frühjahr austreiben und die Zeit nutzen, in der die Bäume noch kein Laub tragen und entsprechend viel Licht auf den Waldboden fällt. Eingestreut blüht noch Scharbockskraut und man sieht einige Horste der Rasenschmiele.


Dieses Bild zeigt einen Erlenwald im Kisdorfer Wohld. Erlen stehen bevorzugt auf Standorten, die für Buchen zu feucht sind. Sie wachsen zwar auch gut auf typischen Buchenstandorten, wenn man sie dort anpflanzt, jedoch werden sie dort im Laufe der Zeit von der konkurrenzstärkeren Buche verdrängt, u. a. dadurch, daß die Buchen die Erlen und fast alle anderen Bäume überwachsen und sie ausdunkeln. Im Gegensatz zu Eschen vertragen Erlen auch Staunässe. Der Wald auf diesem Bild wurde früher als Niederwald genutzt, d. h. das Holz wurde schon nach wenigen Jahrzehnten geerntet und die Bäume konnten dann jeweils neu austreiben. Dies erkennt man noch daran, daß viele Bäume hier mehrstämmig wachsen. Am Waldboden wächst hier vor allem Buchenfarn.