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Trockenrasen und Heiden

Trockenrasen und Heiden bieten einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Eine Auswahl davon möchte ich Ihnen auf dieser Seite vorstellen.


Die Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis) ist eine Art der trockenen Magerrasen und in Nordwestdeutschland durch die Intensivierung der Landwirtschaft einerseits und durch die Nutzungsaufgabe auf vielen nährstoffarmen Standorten andererseits stark zurückgegangen. Dieses Exemplar wurde in der Nähe des NSG Göttiner Hänge in Schleswig-Holstein direkt an einem Weg fotografiert.


Dieses Bild zeigt Dünenvegetation am Falkensteiner Ufer an der Elbe in Hamburg. Die gelben Polster im Vordergrund werden vom Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre) gebildet. Am Falensteiner Ufer kommen neben Sedum acre noch mehrere weitere Sedum-Arten vor, unter anderem Sedum sexangulare, Sedum rupestris und Sedum album sowie noch einige Gartenflüchtlinge. Auch Sedum album stammt wahrscheinlich aus den Gärten des direkt hinter den Dünen landeinwärts gelegenen Campingplatzes.

Eine Detailaufnahme des Mauerpfeffers.


Eine typische Pfanzengesellschaft der bodensauren Sandmagerrasen Norddeutschland sind die Silbergrasfluren. Silbergras (Corynephorus canescens) besiedelt meist Sandflächen, auf denen noch nichts oder nur wenig andere Vegetation wächst. Dieses Bild zeigt eine Silbergrasflur auf der Boberger Düne in Hamburg. Zwischen den Horsten des Silbergrases haben sich Moose und z. T. Flechten angesiedelt.

Zwei Horste des Silbergrases aus der Nähe betrachtet. Um die Horste herum haben sich Rentierflechten der Gattung Cladonia angesiedelt. Das Bild wurde in der Fischbeker Heide aufgenommen.


Unter günstigen Bedingungen können Rentierflechten in Silbergrasfluren und auch in Heiden einen richtigen Flechtenrasen bilden. Der Name Rentierflechte kommt daher, daß diese Flechten auch den Hauptbestandteil der Vegetation in der Tundra ausmachen, wo sie die Hauptnahrung der Rentiere darstellen.


Dieses Foto zeigt die Holmer Sandberge westlich von Hamburg.


Trockenrasenvegetation in einer Kiesgrube mit Bergsandglöckchen (Jasione montana) und Nachtkerzen. Kies- und Sandgruben sind im Hamburger Raum ein wichtiger Sekundärstandort für Trockenrasenvegetation. Sie sollten daher nach dem Ende des Abbaus nicht einfach zugefüllt oder bepflanzt werden, sondern sollten am besten sich selbst überlassen werden.


Der Hasenklee (Trifolium arvense) ist auf bodensauren trockenen Standorten in Norddeutschland eine der häufigsten Pflanzen, wird allerdings oft übersehen, da er nicht besonders auffällig ist und meist nur wenige Zentimeter groß wird.


Dieses Bild zeigt eine Heidelandschaft im Naturschutzpark Lüneburger Heide kurz vor Sonnenuntergang. Die Lüneburger Heide ist das Gebiet mit den größten Heideflächen in Deutschland. Die namengebende Pflanze ist die Besenheide (oder Heidekraut, Calluna vulgaris), das im August und September blüht. Daneben ist in der Lüneburger Heide der Wacholder charakteristisch, dessen Büsche auch hier im Bild zu sehen sind.


Detailaufnahme einer blühenden Besenheide.


In Trockenrasen und Heiden sind unter den Insekten besonders die Heuschrecken außerordentlich stark vertreten. Dieses Foto zeigt den in Heiden und Trockenrasen weit verbreiteten Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus) und entstand in der Wittenbergener Heide in Hamburg.


Unter den Käfern sind die Sandlaufkäfer besonders charakteristisch für Trockenrasen und Heiden. Hier ist ein Pärchen von Cicindela hybrida abgebildet. Die Sandlaufkäfer laufen bevorzugt auf vegetationsfreien oder armen Flächen herum, fliegen aber oft auch ein paar Meter, wenn sie sich gestört fühlen. Die Larven leben in Sandröhren, in denen sie auf Beute lauern, die an diesen vorbei kommt. Auch die adulten Tiere leben räuberisch.


Die Labyrinthspinne (Agelena labyrinthica) ist eine der häufigsten Spinnen in Heidelandschaften. Dort findet man überall die Trichternetze dieser Art, die in einer Wohnröhre münden, in der sich die Spinne verbirgt. Das Netz ist nicht klebrig, sondern die Beutetiere verfangen sich in den vielen Stolperfäden, die das Netz überziehen. Das abgebildete Exemplar saugt gerade eine kleine Spinne aus. Daneben sind eine Reihe weiterer Beutetiere zu sehen, nämlich ein Augenmarienkäfer (Anatis ocellata) sowie eine Schlupfwespe und ein kleiner Rüsselkäfer. Das Foto wurde in der Wittenbergener Heide aufgenommen.


Ein Männchen der Zauneidechse (Lacerta agilis). Zauneidechsen sind in Norddeutschland nicht besonders häufig. Dieses Foto entstand auf dem Hirtenberg im NSG Dummersdorfer Ufer, wo sich die Eidechse an einem Zaunpfahl sonnte.