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Frühblüher


Dieses Bild zeigt Haselblüten (Corylus avellana). Die hängenden Kätzchen sind die männlichen Blüten, die weiblichen Blüten sind an den roten Griffeln zu erkennen. Die Hasel ist ein Windbestäuber und ist daher nicht auf Insekten zur Bestäubung angewiesen und blüht daher bei milden Temperaturen oft schon im Winter.


Krokusse gehören im Frühjahr zu den ersten Frühblühern. Sie kommen im Hamburger Raum nicht von Natur aus vor, sondern werden hier in großer Zahl in Gärten, Parks und am begrünten Straßenrand angepflanzt und verwildern z. T.. Krokusse überwintern mit einer Zwiebel als Speicherorgan. Sie kommen in diversen Farben vor, wobei gelbe, blaue und weiße Sorten am häufigsten sind. Dieses Foto entstand Mitte Februar 2007 auf dem Mittelstreifen einer Straße in Hamburg-Altona.

Blick in eine Krokusblüte

Krokusse im Ahrensburger Schloßgarten. Im Ahrensburger Schloßpark hat ein Verein tausende von Krokussen angepflanzt. Dieses Foto stammt aus dem letzten Jahr.


Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) gehört zu den häufigsten Frühblühern in Norddeutschland. In nicht zu saueren und nährstoffarmen Laubwäldern bedeckt es oft hektarweise den Waldboden. Das Buschwindröschen fängt in der Regel im April an zu blühen, wenn die Bäume noch keine Blätter tragen und deshalb noch viel Licht den Waldboden erreicht. Später im Jahr, wenn die Bäume den Boden beschatten, verwelken die oberirdischen Teile der Pflanze. Die verdickte und mit Speicherstoffen angefüllte Wurzel, das Rhizom, dient als unterirdisches Speicherorgan, von dem aus das Windröschen im nächsten Jahr wieder austreibt. Pflanzen, die mit Hilfe eines unterirdischen Speicherorgans überwintern, bezeichnet man als Geophyten. Da das Rhizom zur Seite hin wächst, ermöglicht es auch eine vegetative Vermehrung des Buschwindröschens.


Das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) hat eine ähnliche Biologie wie sein naher Verwandter, das Buschwindröschen. Das Gelbe Windröschen bevorzugt jedoch basenreichere Standorte als das Buschwindröschen. Da solche Standorte in Norddeutschland nicht so häufig sind, ist es deutlich seltener als jenes. Auf den ersten Blick könnte das Gelbe Windröschen von Laien leicht mit dem viel häufigeren Scharbockskraut verwechselt werden, es hat jedoch die typischen Windröschen-Blätter und nur 5 oder 6 Blütenblätter.


Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) gehört zu den Primelgewächsen. Sie ist in den nährstoffreichen Wäldern Schleswig-Holsteins recht weit verbreitet. Sie steht unter Naturschutz und darf daher nicht gepflückt oder ausgegraben werden.


Dieses Bild zeigt Blüten des Hohlen Lerchensporns (Corydalis cava).


Das Wechselblättrige Milzkraut (Chrysoplenium alternifolium). Milzkraut wächst in der Regel an sehr feuchten, oft etwas quelligen Standorten.


Das Lungenkraut (Pulmonaria obscura).


Waldboden an der Kupfermühle bei Bargteheide mit Buschwindröschen, Gelbem Windröschen, Aronstab und Bingelkraut.


Weidenkätzchen (Salix spec.) sind im zeitigen Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.


Der Huflattich (Tussilago farfara) blüht bereits im zeitigen Frühjahr. Die Blütenköpfe ähneln dem allseits bekannten Löwenzahn. Der Huflattich unterscheidet sich von diesem jedoch u. a. durch die blättrigen Schuppen am Stengel sowie die Form der Blätter, die außerdem zum Zeitpunkt der Blüte meist noch nicht vorhanden sind.

Dieses Bild zeigt zwei Fruchtstände des Huflattichs. Hier zeigt sich wieder die Ähnlichkeit mit dem Löwenzahn.


Dieses Bild zeigt den Blütenstand und ein junges Blatt der Pestwurz.