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Fliegen und Mücken


Die Gemeine Winterschwebfliege (Episyrphus balteatus) ist eine unserer häufigsten Schwebfliegen. Schwebfliegen können nicht stechen, ahmen aber durch ihr Aussehen Bienen oder Wespen nach und versuchen damit, Fraßfeinde abzuschrecken. Das bezeichnet man als Mimikry. Die adulten Schwebfliegen sind meist Blütenbesucher, wie auch dieses Tier, daß ich auf Klatschmohn angetroffen habe. Die Larven ernähren sich ganz unterschiedlich. Die Larven der Gemeinen Winterschwebfliege verzehren Blattläuse.


Die Gelbe Mordfliege (Laphria flava) gehört trotz ihres hummelartigen Aussehens zu den Fliegen und nicht zu den Hautflüglern. Dort zählt sie zur Familie der Raubfliegen (Asilidae), die mit ihrem kräftigen Stechrüssel andere Insekten erbeuten. Dieses Foto wurde im Rader Forst in Schleswig-Holstein aufgenommen.


Die Sand-Raubfliege (Philonicus albiceps) kann man sehr oft auf Heideflächen oder Trockenrasen beobachten, wo sie sich gern auf Wege oder offene Sandflächen setzen. Sie ist eine Charakterart vegetationsarmer oder -freier Sandflächen.


Die Kleine Raubfliege (Tolmerus pyragra) bewohnt ebenfalls Trockenrasen und Heide ist aber wärmeliebender und oft in der Nähe von Waldrändern anzutreffen. Sie ist deutlich seltener als die vorige Art. Dieses Foto entstand in der Fischbeker Heide.


Der Große Wollschweber (Bombylius major). Dieses Insekt gehört zu den Fliegen (Ordnung Diptera) und zwar in die Familie der Hummelschweber. Der Wollschweber ist vor allem im Frühjahr in Wäldern anzutreffen, wo er seine Eier an die Nester von solitairen Wildbienen legt. Die Larve des Wollschwebers frißt dann zunächst die Futtervorräte der Wildbienenlarve und schließlich, wenn diese aufgebraucht sind, auch die Larve selbst. Der Familienname (Hummelschweber) kommt daher, daß diese Tiere auf den ersten Blick so ähnlich wie Hummeln aussehen, mit denen sie aber nicht näher verwandt sind und daß sie oft vor einer Blüte beim Nektarsaugen in der Luft schweben. Dieses Exemplar befindet sich im Anflug an eine Blüte des Buschwindröschens (Anemone nemorosa).


Die Tanzfliege (Empis spec.)


Eine Bremse aus der Gattung Chrysops. Bremsen sind in feuchten Wäldern in Norddeutschland recht häufig anzutreffen und werden oft lästig, da sie empfindlich stechen können. Zum Glück übertragen Bremsen bei uns in der Regel keine Krankheiten. Dieses Foto entstand im Rader Forst in Schleswig-Holstein.


Die Rinderfliege (Mesembrina meridana) ist eine Verwandte der bekannten Stubenfliege. Ihre Larven entwickeln sind in Rinder- oder Pferdekot, ernähren sich aber nicht vom Kot selbst, sondern von dort lebenden anderen Fliegenmaden.


Der Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) ist ebenfalls ein Verwandter der Stubenfliegen und sieht dieser auch recht ähnlich. Diese Fliege verfügt jedoch über einen Stechrüssel, mit dem sie Pferde, andere Haustiere und gelegentlich auch den Menschen sticht. Dieses Foto entstand im Wildgehege Klövensteen, wo mehrere Wadenstecher sich an einer Holzbrücke sonnten. Die Tiere ernähren sich hier wahrscheinlich von den Damhirschen im Wildgehege.