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Bienen und Ameisen


Hier handelt es sich um eine Steinhummel (Bombus lapidarius). Hummeln gehören zu den Bienen. Bei den hemischen Hummeln überwinterten die befruchteten Weibchen, die Hummelköniginnen und gründen (mit Ausnahme einiger brutparasitisch bei anderen Hummeln lebenden Arten) im Frühjahr ein kleines Hummelvolk, bei dem zunächst nur selbst nicht fortpflanzungsfähige Arbeiterinnen entstehen, die der Königin bei der Verstärkung des Volkes helfen bis sich die Hummelkönigin schließlich nur noch der Eiproduktion widmet. Im Spätsommer oder Herbst schlüpfen dann die neuen Geschlechtstiere, von denen die Weibchen dann wieder überwintern.


Erdhummeln beim Besuch einer Kohldistel.


Die Honigbiene (Apis mellifera) ist die bekannteste Biene in Deutschland. Sie lebt in großen Staaten mit bis zu mehreren zehntausend Arbeiterinnen. In einem Bienenstaat gibt es immer nur eine Königin, die für das Eierlegen zuständig ist. Die Arbeiterinnen sind genetisch gesehen ebenfalls Weibchen, sind aber aufgrund einer anderen Ernährung als Larve steril. Männliche Bienen, die Drohnen genannt werden, werden nur zu Fortpflanzung benötigt und sterben bald nach der Befruchtung der Königin. Honigbienen kommen heute in Deutschland nicht mehr wild vor, sondern werden von Imkern zur Erzeugung von Honig gehalten.

Dieses Foto zeigt eine Honigbiene beim Besuch einer Sonnenblume. Die Biene ist mit Pollen übersät.

Honigbiene halten eine strikte Arbeitsteilung ein. Entsprechend ihres Lebensalters verrichten die Arbeiterinnen zunächst im Stock diverse Aufgaben, um dann schließlich außerhalb des Stockes nach Nektar und Pollen zu suchen. Die jungen Arbeiterinnen müssen daher von den Bienen, die Nahrung in den Stock bringen mit Futter versorgt werden. Auf diesem Foto sieht man, wie eine Arbeiterin eine andere mit Nektar füttert.

Trotz ihres Stachels haben Bienen eine ganze Reihe von Feinden. Dieses Foto zeigt eine Honigbiene, die einer Spinne zum Opfer gefallen ist. Auch Wespen wie z. B. Hornissen können Bienen erbeuten. Der zu den Grabwespen gehörende Bienenwolf (Philanthus triangulum) hat sich auf Honigbienen als Beute spezialisiert.


Die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) gehört zu den solitair lebenden Wildbienen. Sie graben kleine Niströhren in Sandboden, in denen sie mehrere Zellen für jeweils einen neuen Nachkommen anlegen. In diese Zellen wird dann Pollen und Nektar eingetragen. Die langen Haare an den Hinterschenkeln und -schienen bilden eine Sammelbürste, die den Hosenbienen den Transport einer recht großen Menge Pollen erlauben.


Dieses Bild zeigt ein Mänchen derselben Art wie beim vorigen Bild, also der Hosenbiene Dasypoda hirtipes. Man sieht, daß das Männchen deutlich anders aussieht. Vor allem fehlt ihm die Sammelbürste, die es als Männchen, daß sich nicht an der Brutfürsorge beteiligt, nicht braucht und auch die Färbung der Körperbehaarung ist anders. Solche Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezeichnet man als Geschlechtsdimorphismus. Beide Exemplare wurden im Juli 2005 in einer Kiesgrube in der Nähe von Reher in Schleswig-Holstein fotografiert.


Eine Sandbiene aus der Gattung Andrena.


Ein Weibchen der Schenkelbiene (Macropis europaea) auf Kanadischer Goldrute.


Dieses Foto zeigt eine Waldameise (Formica spec.) wie sie bei Blattläusen Honigtau absammelt. Zwischen Ameisen und Blattläusen kommt es des öfteren zu einer Symbiose, also einer Beziehung, die beiden Seiten nützt. Die Ameisen profitieren von den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse und beschützen die Blattläuse dafür vor Fraßfeinden.